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Alle wichtigen Fragen & Antworten Berichterstattende.

Grundsätzliches

1Was ist hurtig?
hurtig ist ein moderner 24/7-Dorfladen für Orte, in denen klassische Nahversorgung oft nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Kundinnen und Kunden können rund um die Uhr einkaufen – tagsüber mit persönlicher Betreuung und außerhalb der betreuten Zeiten per App oder Kundenkarte. Unser Ziel ist es, Nahversorgung wieder dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird: in Dörfer, kleinere Gemeinden und ländliche Regionen.
2Worin unterscheidet sich hurtig von klassischen Supermärkten?
Ein klassischer Supermarkt ist in vielen kleinen Orten wirtschaftlich kaum noch darstellbar. Die Kosten für Personal, Energie, Miete, Logistik und Warenverfügbarkeit sind hoch, während die Kundenfrequenz oft begrenzt ist. hurtig reduziert diese Hürden durch ein hybrides Konzept: persönliche Betreuung dort, wo sie wichtig ist – und digitale Prozesse dort, wo sie den Betrieb wirtschaftlicher machen. So entsteht ein Dorfladen, der alltagstauglich, flexibel und langfristig tragfähig sein soll.
3Worin unterscheidet sich hurtig im Vergleich zu anderen 24/7-Konzepten?
Der größte Unterschied liegt im wirtschaftlichen Grundgedanken. hurtig verfolgt bewusst einen klassischen Kaufmannsansatz: Ein Dorfladen muss aus sich heraus funktionieren, wirtschaftlich geführt werden und dauerhaft tragfähig sein. Nur so kann Nahversorgung langfristig bestehen – ohne darauf angewiesen zu sein, dass regelmäßig Geld aus der Mitte der Bevölkerung, aus Beteiligungsmodellen oder aus zusätzlichen Subventionen nachgeschossen werden muss. Dazu kommt die fachliche Basis eines modernen Kaufmannsladens. Unsere Kundinnen, Kunden und Gemeinden erhalten bei hurtig ein Konzept, das auf Alltagstauglichkeit und wirtschaftlicher Substanz beruht: einen zuverlässigen Zugang in unter drei Minuten, eine ehrliche Preisgestaltung auf Supermarkt-Niveau, eine vollständige Discounter-Preisschiene für wichtige Alltagsprodukte mit unseren „hurtig Preisankern“ sowie ein durchdachtes Sicherheits- und Betriebskonzept. Gerade Themen wie Diebstahl, Personalkosten, Warenverfügbarkeit und Prozesssicherheit entscheiden langfristig darüber, ob ein Dorfladen bestehen kann oder irgendwann wieder schließen muss. Wir glauben: Nahversorgung braucht Herz, aber sie braucht auch kaufmännische Klarheit. Ein Dorfladen kann nur dann langfristig funktionieren, wenn Einkauf, Sortiment, Preise, Prozesse, Personal und Kostenstruktur konsequent gesteuert werden. Genau darin sehen wir den entscheidenden Unterschied: hurtig ist kein romantisches Versprechen, sondern ein moderner, solide geführter Dorfladen mit klarem kaufmännischem Fundament.
4Warum setzt hurtig nicht auf ein Genossenschafts- oder Beteiligungsmodell?
Wir möchten Kundinnen und Kunden nicht das Gefühl geben, sie müssten einen Laden finanziell mittragen, damit Nahversorgung überhaupt möglich wird. Unser Ansatz ist einfacher: Die Menschen sollen bei hurtig einkaufen, weil der Laden gut ist – nicht, weil sie sich verpflichtet fühlen. Ein Dorfladen muss Vertrauen schaffen, aber er muss zugleich professionell geführt werden. Genau darin sehen wir den entscheidenden Unterschied.
5Ist hurtig stärker auf Gewinn ausgerichtet?
hurtig ist auf wirtschaftliche Tragfähigkeit ausgerichtet. Das ist ein wichtiger Unterschied. Natürlich muss ein Standort kostendeckend arbeiten. Andernfalls kann er keine Mitarbeitenden bezahlen, keine Ware finanzieren, keine Technik betreiben und keine langfristige Versorgung sichern. Für uns ist Wirtschaftlichkeit kein Gegensatz zur Nahversorgung, sondern die Voraussetzung dafür. Ein Dorfladen, der dauerhaft Verluste schreibt, hilft einer Gemeinde nur kurzfristig. Unser Ziel ist ein Modell, das bleibt.
6Warum ist der Kaufmannsansatz aus eurer Sicht langfristig stabiler?
Weil Verantwortung klar zugeordnet ist. Bei hurtig werden Sortiment, Einkauf, Preisgestaltung, Warenverfügbarkeit, Personalplanung und Standortentwicklung kaufmännisch gesteuert. Das sorgt für schnelle Entscheidungen und klare Verantwortung. Wenn etwas nicht funktioniert, wird es angepasst – nicht diskutiert, verschoben oder auf die Gemeinschaft verteilt. Gerade im Lebensmittelhandel entscheiden kleine Details über Erfolg oder Misserfolg: Abschriften, Lieferfähigkeit, Personalkosten, Sortimentsbreite, Energieverbrauch und Kundenfrequenz. Diese Themen brauchen tägliche kaufmännische Führung.
7Warum reicht ein „nicht auf Gewinn ausgelegtes“ Modell aus eurer Sicht nicht aus?
Weil auch ein gemeinwohlorientierter Laden wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Miete, Personal, Strom, Warenbestand, Kühlung, Reinigung, Technik, Versicherung und Logistik müssen bezahlt werden – unabhängig davon, ob ein Konzept sich als gewinnorientiert versteht oder nicht. Wenn ein Standort dauerhaft nicht wirtschaftlich arbeitet, entsteht früher oder später Druck: durch Zuschüsse, Beteiligungen, Preisanpassungen oder Einsparungen. Wir glauben deshalb: Ein ehrlicher Dorfladen muss wirtschaftlich gedacht werden, damit er sozial wirken kann.
8Bedeutet Digitalisierung bei hurtig weniger Menschlichkeit?
Nein. Digitalisierung ersetzt bei hurtig nicht den Dorfladen – sie macht ihn überhaupt erst möglich. Unser Konzept verbindet persönliche Nahversorgung mit moderner Technik. Kundinnen und Kunden können tagsüber Ansprechpartner vor Ort haben, aber auch abends, früh morgens oder sonntags dort einkaufen, wo es rechtlich zulässig ist. Die Technik sorgt für Zugang, Sicherheit und effiziente Abläufe. Das Ziel ist nicht ein anonymer Automatenladen, sondern ein Dorfladen, der länger offen sein kann, als es mit klassischem Personalbetrieb möglich wäre.
9Warum ist hurtig besonders für Gemeinden interessant?
Weil hurtig nicht nur ein Konzept verkauft, sondern einen funktionierenden Dorfladenbetrieb ermöglichen will. Für Gemeinden bedeutet das: mehr Nahversorgung, mehr Lebensqualität, kürzere Wege und ein Treffpunkt im Ort. Gleichzeitig achten wir darauf, dass ein Standort realistisch geplant wird. Nicht jeder Ort eignet sich automatisch. Wir prüfen Einwohnerzahl, Wettbewerb, Lage, Kaufkraft, Erreichbarkeit, Gebäudekosten und regionale Besonderheiten. Ein hurtig-Standort soll nicht nur eröffnet werden. Er soll dauerhaft funktionieren.
10Was braucht ein Standort, damit hurtig funktionieren kann?
Ein guter Standort braucht eine ausreichende Grundfrequenz, ein passendes Gebäude, faire Miet- oder Pachtbedingungen und eine Gemeinde, die hinter dem Projekt steht. Wichtig ist außerdem, dass die Menschen den Laden aktiv nutzen. Nahversorgung entsteht nicht nur durch ein Schild an der Tür. Sie entsteht dadurch, dass ein Ort seinen Dorfladen annimmt – im Alltag, beim Wochenendeinkauf, beim schnellen Einkauf zwischendurch und bei regionalen Produkten.
11Welche Rolle spielen regionale Produkte?
Regionale Produkte sind ein wichtiger Teil des Konzepts. Sie machen den Dorfladen persönlicher, stärken lokale Erzeuger und schaffen einen Bezug zum Ort. Gleichzeitig achten wir darauf, dass das Sortiment alltagstauglich bleibt. hurtig soll kein reiner Spezialitätenladen sein, sondern ein echter Nahversorger mit Produkten für den täglichen Bedarf – ergänzt durch regionale Besonderheiten.
12Warum nennt ihr euch Dorfladen und nicht Supermarkt?
Weil „Dorfladen“ besser beschreibt, was hurtig sein soll. Ein Supermarkt klingt groß, anonym und austauschbar. Ein Dorfladen steht für Nähe, Verlässlichkeit und Alltag. Genau das ist unser Anspruch: moderne Technik im Hintergrund, aber ein vertrautes Gefühl im Ort. hurtig soll nicht wie ein Konzern wirken, sondern wie ein gut geführter, moderner Kaufmannsladen für das Dorf.
13Was ist eure langfristige Vision?
Wir möchten zeigen, dass Nahversorgung auf dem Land wieder funktionieren kann – nicht als romantische Idee, sondern als solides, kaufmännisch geführtes Modell. Mit dem Risiko auf der richtigen Seite - und nicht bei der Großmutter. hurtig soll Orte stärken, Leerstände sinnvoll nutzen, regionale Strukturen unterstützen und Menschen den Alltag erleichtern. Unser Anspruch ist dabei klar: Wir wollen Dorfläden schaffen, die nicht nur eröffnet werden, sondern bleiben.

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